Exklusive Grabungsführung

Besuch der Grabung auf dem Kapellenberg in Hofheim am Taunus. Studierende legen einen Grabungsschnitt im Bereich der zentralen Grabkammer an. Foto: G. Weber.
Ferenc Kántor (hessenARCHÄOLOGIE) erläutert die Grabungsergebnisse (Foto: G. Weber).

Für Mitglieder der AGiH ergab sich am 5. August 2026 die Möglichkeit, einen exklusiven Einblick in die Grabung eines Großgrabhügels auf dem Kapellenberg bei Hofheim a.Ts. zu bekommen. Projektleiter Prof. Dr. Detlef Gronenborn (LEIZA) und Ferenc Kántor (hessenARCHÄOLOGIE) erläuterten die Ergebnisse der nun 3. Grabungskampagne an dieser Stelle.

Blick auf die Grabungsflächen im Bereich des Großgrabhügels auf dem Kapellenberg. Foto: G. Weber.
Zwei von drei Grabungsflächen im Bereich des Großgrabhügels (Foto: G. Weber).

Der Hügel wurde vermutlich um 4100 v. Chr. errichtet. Die Studierenden haben sich in nunmehr drei Grabungskampagnen vom Hügelfuß bis zur Kuppe in den Bereich der ehemaligen Grabkammer herangegraben. Tatsächlich fanden sie Reste einer Grube, die mit Steinen ausgekleidet war, die vermutete Zentralbestattung. Vergleichbare Grabanlagen finden sich in Nordfrankreich, was die Vermutung unterstreicht, dass die damaligen Bewohner aus dem östlichen Pariser Becken stammen.

Die Michelsberger Befestigung aug dem Kapellenberg. Blick vom Hauptwall auf den Graben und den kleineren Vorwall. Foto: G. Weber
Blick vom Hauptwall auf den Graben und den Vorwall (Foto: G. Weber).

Im Anschluss ging es noch zu dem eindrucksvoll erhaltenen Wall, an dem die Forschungen 2008 ihren Anfang nahmen. Damals konnte durch einen Wallschnitt zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass dieser vor 6.000 Jahren errichtet und mehrmals erneuert wurde.

Die Gruppe der AGiH mit Prof. Dr. Detlef Gronenborn am michelsbergerzeitlichen Wall auf dem Kapellenberg. Foto: G. Weber.
Prof. Dr. Detlef Gronenborn (LEIZA) mit Mitgliedern der AGiH am michelsbergzeitlichen Wall (Foto: G. Weber).